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Die Frankfurter-Linie:

Pastor Gustav Otto Sallmann (30.10.1810 - 20.09.1887)
Gymnasium Bautzen, Budissin, Universität Breslau (1830-1833); Hauslehrer bei Rittersgutbesitzer von Haugwitz; ordiniert 19.04.1869. 1835 Lektor bei Maria Magdalena in Breslau, bis 1842 den kranken Pastor Urbartsch in Hermannsdorf vertreten. Meist ging er zu Fuß, da keine Eisenbahn ging, auch während einer 3jährigen Vakanz nach dem Tode von P. Urbartsch. Am 27.10.1845 von der Koenigl. Regierung als Administrator der Paroschie zum Pastor in Herrmannsdorf (Jerzmanowo bei Breslau) berufen, da die Patrone sich nicht einigen konnten. Dort 35 Jahre Pastor, als Emeritud 7 Jahre in Breslau. An Alterschwäche 1887 gestorben und in Hermannsdorf auf dem Simultan-Kirchhofe, der jetzt katholisch ist, beerdigt. Kinder 6: Emma, Anna, Ida, Martha, Paul Richard Oskar und Bertha... siehe Bild:

um 1862

Die folgenden 2 Bilder habe ich von Christa erhalten. Ich vermute, sie wurden zur gleiche Zeit wie das Obige aufgenommen:

 

 

Paul Richard Oskar (28.05.1853 - 28.11.1923)

Das Haus in Lohbrueck

Unterschrift: 

   

Das einzigste, was mir bis heute bekannt ist, dass er 44 Jahre Gutsinspektor bei den Gebr. Schoeller war. Er lebte in Lohbrück (Muchobor WLK), Kreis Breslau. Er heiratete Auguste Emile Warkus, mit der vier Kinder bekam: Max Paul Willi, Auguste Magdalena, Elisabeth und Charlotte.

Auguste Emilie Warkus 19.10.1862 - 23.07.1934

 um 1882     

 

Kinder:

Chalotte 25.10.1900 - 01.03.1976
Elisabeth 02.06.1891 - 28.01.1971
Auguste Magdalena 08.05.1888 - 22.03.1977
Max Paul Willi 29.12.1886 - 08.10.1984
     Charlotte        Elisabeth    Magdalena   Max      um 1920

 

 Max Paul Willi Sallmann (29.12.1886 - 08.10.1984)
"Wenn man von seinen letzten 2 Jahren absieht, in denen ihn allmählich die Kräfte verließen, war er kein Kind von Traurigkeit. Wegen seiner Frohnatur war er allen bekannt. Im Bereich der A.-Damaschke Straße kannte ihn wohl jeder, wenn er bedächtig allein oder in Begleitung spazieren ging.
Ein Nachbar schrieb: „Einmal wurde er gefragt, woher er seinen "Mutterwitz" bezogen habe, vom Vater oder von der Mutter. Er antwortet: Von keinem der beiden, sondern "vom Koppe".
Das war einer seiner seiner schlesischen Ausdrücke. Er konnte nicht verleugnen, daß er eine "Breslauer Lerge" war. Ihm war ein langes Leben vergoennt wie selten jemanden. Er wußte nach seiner Pensionierung seinen Lebensabend zu nutzen. Die Traunsteiner Zeit war wohl die schoenste, als seine Frau noch den Haushalt führen konnte. Er wollte nicht Opa, sondern Oa genannt werden."

Heiratsurkunde

Über eine Tante hat Max seine Frau Elsbeth kennengelernt. Diese war Wirtschaftsfräulein auf dem Dominium in Strachwitz.

 

Martha Elsbeth Frieda Knaake (26.08.1890 - 14.11.1975)
Augen: blau, Groeße 160cm

"In Liegnitz am 13.10.1919 geheiratet; in Breslau bis 1927 wohnhaft. Von 1927 - 1945 in Ratibor wohnhaft. Dort war sie sehr aktiv in der Frauenhilfe in der evangelischen Bahnhofsmission. Durch den Krieg wurde sie aus der Heimat vertrieben.
Zuflucht nach Schweinsdorf bei Rothenburg ob d. Tauber. Ohne Pension des Ehemannes ist sie mit Blumen- und Kranzbinderei über die „erste Durststrecke“ nach dem Krieg gekommen. Von Schweinsdorf zog sie nach Traunstein/Obb., wo schon ihre Schwester ihren Wohnsitz hatte.
Als die Kräfte nachließen, gaben sie und ihr Mann Max die Wohnung in Traunstein auf und zogen zu ihrem Sohn H.-J. Sallmann.
Zuletzt wohnte sie im Martha-Else-Stift, einem Altersheim, in Hofheim vertrieben. In den letzten Jahren auf den Rollstuhl angewiesen und litt mit sehr viel Schmerzen verbunden. Kaufmännisch tüchtig, strebsam, liebevolle Mutter; sehr kontaktfreudig und gesellig; große Blumen- und Gartenliebhaberin; Vorliebe für sakrale Musik, besonders für das Kirchenlied: "So nimm denn meine Hände." (beschrieben vom Sohn Hans-J. Sallmann)

Ausweis des Deutschen Rotes Kreuz

 

 

Sohn: Hans Joachim Sallmann 25.07.1920 - 04.03.1992


Die Mannheimer-Linie:

Curt Alexander Sallmann (05.02.1812 - 30.12.1880)
Erhält seine berufliche Ausbildung beim Ausbau des berühmten Landschaftsparks des Fürsten Hermann Pückler (1785-1871) in Muskau. Gärtner in Capsdorf - Parochie Rogau Dioecese Schweidnitz-Reichenbach bei Baron Zedlitz bis 1833. Nach Wanderjahren wird er Obergärtner des Grafen Frankenberg in Tillowitz Krs. Frankenberg, Oberschlesien und erwirbt hohe Anerkennung durch den Ausbau des dortigen Schloßparks.

Maximilian Sallmann (30.07.1846 - 15.05.1920)
siehe extra Seite

 

Paul Rochus Sallmann (16.08.1882 - 27.01.1944)
Er studierte an der Koeniglichen Gartenbaulehranstalt Proskau wird Abteilungsleiter in der Stadtgartendirektion Breslau, 1913 als Garteninspektor nach Kattowitz Oberschlesien berufen, baut dort nach Rückkehr aus der franzoesischen Kriegsgefangenschaft ab 1920 ein neuzeitliches Garten- und Friedhofsamt auf, der er bleibt auf dringende Bitte deutscher Behoerden im Amt, als Kattowitz trotz mehrheitlich deutschen Abstimmungsergebnisses zu Polen geschlagen wird. Aufgrund seiner großen Leistung für das Kattowitzer Grünflächenwesen und seines persoenlichen Ansehens wird er erst 1932 mit 50 Jahren! - vorzeitig pensioniert, inzwischen längst Gartenbaudirektor.
(Er war "Reichsdeutscher" geblieben und wurde wegen Nichtkenntnis der polnischen Amtssprache in den Ruhestand versetzt). Bleibt als freischaffender Gartenarchitekt in Kattowitz, bis er 1938 zum Gartenbaudirektor in Magdeburg gewählt wird, wo er bis zu seinem ploetzlichen Tode (Embolie nach Operation) eine rege Tätigkeit entfaltet

Weitere Informationen:

Städtischer Gartenbaudirektor Paul Sallmann, Magdeburg von 1939 - Seite 2

 

Nachruf: Aus Gartenkunst Heft 4-6 57 Jahrgang 1944 Seite 3

Am 27. Januar 1944 verstarb an den Folgen eines schweren Leidens Stadtgartenbaudirektor P a u l S a l l m a n n im Alter von 62 Jahren. Der Verstorbenes stammte aus einer alten schlesischen Gärtnerfamilie. Nach Beendigung der Ausbildung an der Proskauer Lehranstalt war Sallmann von 1905 bis 1913 in der städtischen Gartendirektion Breslau zunächst als Gartentechniker , später als Abteilungsleiter tätig. Im Juli 1913 wurde er zum Leiter der städtischen Gartenverwaltung in Kattowitz ernannt. Im Weltkrieg kämpfte Sallmann von 1914 ab in Russland und dann in Frankreich, wo er wiederholt verwundet wurde und in französische Kriegsgefangenschaft geriet. In der Nachkriegszeit schuf Sallmann in Kattowitz eine Reihe öffentlicher Grünanlagen. Von 1932 bis 1938 war er freischaffender Gartengestalter in Oberschlesien. Hier war Sallmann auch in der Auslandsorganisation der NSDAP, vom Januar 1935 als Kreisamtsleiter und zuletzt als Kreisleiter tätig.
Im Juni 1938 übernahm der Verstorbene die Leitung der städtischen Garten- und Friedhofsverwaltung in Magdeburg. Wenn auch der Krieg den Arbeiten auf dem Gebiete der Gartengestaltung große Schranken auferlegt und Sallmann in Magdeburg kaum sechs Jahr wirken konnte, so fielen ihm gerade während dieser Zeit seiner Verwaltung eine Reihe von wichtigen Aufgaben zu, wie das Schaffen neuer Kleingartendauerkolonien, Erweiterung und weiterer Ausbau der Friedhöfe, Einführung der Genehmigungspflicht für Vorgärten, Anbau von Gemüse während des Krieges u.a. Mit unermüdlicher Eifer hat sich Sallmann für diese Aufgaben eingesetzt. Gartendirektor Sallmann führte während seiner Magdeburger Tätigkeit auch die Landesgruppe Sachsen-Anhalt der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst. Die Landesgruppe wird ihrem verstorbenen Vorsitzenden stets ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Lüdicke

 

Nachruf: Blumen und Pflanzenbau 48. Jahrgang Berlin, März 1944; Seite 60

Paul Sallmann, Gartendirektor der Stadt Magdeburg, starb am 27 Januar d. Js. nach längerem Leiden im Alter von 61 Jahren. Als Gartendirektor von Kattowitz vertrat Sallmann nach dem ersten Weltkrieg jahrelang mannhaft und treu die deutsche Sache in Polnisch-Oberschlesien, bis er ausgewiesen wurde und dann, nach der Machtübernahme, an die spitze der Magdeburger Gartenverwaltung berufen wurde. Hier widmete er sich mit besonderen Erfolge organisatorischen Aufgaben, so auch im jetzigen Kriege der Gemüsekultur. Das deutsche Volk hat mit Sallmann einen tüchtigen Gartengestalter, unserer Zeitschrift einen treuen Freund verloren.        S.

 

1.Sohn: Johannes Joachim Sallmann (14.07.1912 - 01.06.1996)um 1932
Er setzte, nunmehr in der 4. Generation, die Tradition des Gärnerberufs fort. Nach dem Abitur in Kattowitz (1992) und dreijähriger Praxis studierte er 1932-36 in Berlin an der Landwirtschaftlichen und der Technischen Hochschule Gartengestaltung und Landschaftspflege Städtebau und Landesplanung und geht Ende 1936 als Diplom-Gärtner zum Gartenamt der Stadt Frankfurt/M.
Im Kriege Leutnant d. Res. Seit 1949 wieder beim Gartenamt als Abteilungsleiter Planung und Neubau und Vertreter des Amtsleiters. 1957 Amtsleiter und Gartenbaudirektor, 1975 leitender Baudirektor, 1977 Ruhestand wegen Altersgrenze. Daneben seit 1959 bis 1981 Lehrbeauftragter an der Fakultät für Architektur der TH Darmstadt, 1972 Honorarprofessor. 1979 Dr. O-Ing. E.h. der TU Berlin.
Zahlreiche Ehrenämter. Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung und des Präsidiums der Deutschen Gartenbaugesellschaft.

Frankfurter Neue Presse vom 13.07.1992
20 Jahre lang war der Schlesier Johannes Sallmann Leiter des Frankfurter Gartenamtes, dem er bereits 1936 angehoerte. Sieben Oberbürgermeister diente der gebürtige Breslauer in 41 Berufsjahren. Jetzt feiert der Mann, der lange, bevor es eine Grüne Partei gab, ein überzeugter "Grüner" war und 25 Jahre auch Naturschutzbeauftragter unserer Stadt (Frankfurt am Main) gewesen ist, morgen seinen 80. Geburtstag.

Immer wieder prägte der Honorarprofessor der TH Darmstadt seinen Studenten ein, was im selbst durch eine Schrift des internationalen Städtplaners und Architekten Ernst May aufgegangen war. Dessen Heft "Das neue Frankfurt" hatte ihm die Augen für den Wert des Stadtgrünes als "Naherholung" geoeffet. Auch nach seiner Pensionierung, als ihn die TH Berlin zum "Dr. Ing. e.h." machte (hier hatte er übrigens studiert), setzte sich Sallmann vehement für Grünerhaltungs- und Begrünungsobjekte ein, in denen er immer eine gemeinsame Verpflichtung von Politikern und Bürgern gesehen hat. Ausgegangen ist er dabei stets von der Forderung, daß "Flächenvorsorge" im Hinblick auf Freizeitanlagen und lebendige Grünzonen vorrangig zu behandeln.

Im Gartenamt hatte es Frankfurts Obergärtner nicht immer leicht. Dem Vorwurf, daß ein "unkonventionell genutzter städtischer Park bald ungepflegt wirke", wich er nicht aus. Er forderte einfach von der Stadt mehr Mitarbeiter und von den Bürgern als Park- und Anlagenbenutzer mehr Eigenverantwortlichkeit. Durch den Wettbewerb "Frankfurt in Blumen" reichen die Spuren des vormaligen Gartenamtsleiters bis in die Gegenwart hinein. (von Jutta W. Thomasius)

2. Sohn: Wilhelm Franz Josef Sallmann

 

Die Muskauer-Linie:

Robert Arthur Sallmann

1889 aus http://www.badmuskau.de/www/index.php?id=66

Die "Muskauer Hohlglas-Hüttenwerke Arthur Sallmann" werden gegründet, die Glaswaren für technische, pharmazeutische und chirurgische Zwecke sowie Aquarienkästen herstellen. Ab 1975 ist hier das Wissenschaftlich-Technische Werk Bad Muskau (WTW). Die Schließung des Glaswerkes wird im Jahr 1990 vollzogen.

Glashütten und Glaswerke Oberlausitz (Auszug aus http://www.pressglas-korrespondenz.de/aktuelles/pdf/pk-2001-5w-05-exner-glaswerke-lausitz.pdf)

Ort

Land

 

Glashütte

Beginn

Ende

Produktion

Muskau

Rb. Liegnitz, Lkr. Rothenburg

1.1.4.12

Muskauer Hohlglashüttenwerk Arthur Sallmann
1945 Arthur Sallmann
1975 VEB Wissenschaft-Technischer Betrieb
Wirtschaftsglas (WTW) (Schwerpunkt:
Forschung)
1990 Auflösung des WTW

1889

1990

1906 Artikel für elektrotechnische, chemische, pharmazeutische und chirurgische Zwecke
1913/14 Hohlglas für technische, pharmazeuti sche und chirurgische Zwecke, Milch- und Steri-
lisierflaschen, Akku-Kästen
1920 Hohlglas für technische, pharmazeutische, chirurgische und bakterielle Zwecke, Aquarien gläser, Aquariengläser, Milchflaschen für sterilisierte und Rohmilch
1928 Glaswaren für chirurgische, pharmazeuti sche, bakteriologische und technische Zwecke, Akku-Kästen, Aquariengläser, Sterilisierflaschen, Milch- und Likörflaschen
1930/31Glaswaren für chirurgische, pharmazeuti sche, bakteriologische und technische Zwecke, Akku-Kästen, Aquariengläser, Sterilisierflaschen, Käseglocken, Schalen, Eng- und Weithalsflaschen
1942/43 Glaswaren für technische, pharmazeu tische und chirurgische Zwecke, Eng- und Weithalsflaschen, Akku-Kästen, Aquarien-, Bonbon- und Ausstellungsgläser, Milch- und Likörflaschen
1960/67 Batteriekästen, Aquarien, Gläser für Krankenhausbedarf, Gärballons bis 60 L
1975 Versuchsproduktion dünnwandiger Stapalbecher
1976/77 Versuchsproduktion großvolumiger Beleuchtungsgläser
1981 Versuchsproduktion teilstrukturierter Beleuchtungsgläser
1985/90 Bleilgas (Whisky- und Wodkabecher), chemisch-verfestigtes Glas (Stapelbecher, Schalen)
und Maschinenglas, Beleuchtungsglas (mit Farbschlieren und Blasen) und Wirtschafts glas (Bowle mit
Deckel, Weizenbierbecher, Krüge, Flaschen, Karaffen usw.)
1990 keine Glasproduktion mehr