Herkunft

Last update Sonntag, 02 Februar, 2014
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  1. Abstammung
  2. Namensherkunft
  3. Chronik (Dokument v. Max-Peter aus Germersheim)
  4. Ortsnamen
  5. Das Sallmann-Haus in Kreuzlingen/Schweiz
  6. Anderes, was trotz der Namensgleichheit nichts mit uns zu tun hat
    1. Der Sallmann's Hof

Abstammung:
Unsere Familie stammt nach meinen Informationen ursprünglich aus Schlesien (alte Karte nur in Englisch), aber auch aus dem Sudetenland (Boehmen) und Sachsen kommen die Sallmänner.
 

Namensherkunft:
Die Abstammung unseres Namens koennte nach meinen Unterlagen wie folgt sein. Ich sage absichtlich koennte, denn es bestehen sicherlich noch andere Versionen (s. auch unter FAQ):

Mehr Informationen zur Namensherkunft fände man im folgenden Downlaod (PDF-Format). Übersetzt wurde das Original aus dem Lateinischen von Prof. Dr. Klaus G. Sallmann aus Mainz. Dazu schreibt sein Vater Karl:
“In den 80iger Jahren erhielt mein Sohn Klaus durch einen Bekannten die Kopie eines Schriftstückes, das jenem bei Arbeiten in der Bayerischen Staatsbibliothek München aufgefallen war. Es war die am 17. Juli 1740 in Nürnberg gehaltene Antrittsrede des Professors JuD Johannes Heumann, eine Abhandlung “de Salmannis”. Heumann, Jurist und offenbar auch begeisterter Etymologe, kommt auf mancherlei Umwegen zu der Erkenntnis, dass ....”die eindeutigtse Bedeutung der Salmänner leitet sich von saellen = übergeben (engl.: to sell) ab. Salmänner sind alle, durch deren Hände anderen Personen etwas ausgehändigt wird.” So hat mein Sohn Klaus, Latinist, den ersten Satz §VIII, Seite 10, der Heumannischen Schrift übersetzt. Man würde also heute solche Salmänner etwa Treuhänder oder Notare nennen.”

Der Salmann war im Bereich des fränkischen Rechts der rechtmäßige Kaufvermittler (Notar), der einen Grundstückhandel in das Salbuch eintrug (heute noch in Bayern und Österreich üblich). Dort und in der Schweiz ist der Name heute noch gebräuchlich. Daraus folgt dass der Name “Sallmann” wohl aus einem Berufsnamen hervorgeht.

Wer den Acrobat Reader noch nicht hat, hier geht es zum Download:

“Was den Beruf des hochmittelalterlichen und noch neuzeitlichen Sal-mann betrifft, so habe ich vor über zehn Jahren eine Rohübersetzung der lateinisch geschriebenen juristischen Dissertation "De Salmannis" angefertigt (Iohannes Heumann, Commentatio academica de Salmannis..etc., Altorfii 1740).
Dort werden die rechtspflegerischen Pflichten der Salleute oder Salmannen ausführlich beschrieben und mit Beispielen (Urkunden) belegt. Eine Fertigstellung scheiterte an meinen mangelnden Kenntnissen des germanischen Rechts und seiner Terminologie. Wenn es unter der in Bad Soden Versammelten einen wackren und interessierten Juristen mit rechtshistorischer Ader gibt, so biete ich ihm meine Kooperation für die Fertigstellung an. - Übrigens konnte ich bisher nicht belegen, dass auch aus Salomon/Suliman die Form Sallmann geworden ist, so häufig der Vorname Salman auch im arabischen Nahosten auftritt. Skeptisch bin ich bei der Herleitung
aus Zalman (ein Synagogendiener), der aber für den Wiener Namen Zallmann in Frage kommen kann.....” (Prof. Klaus G. Sallmann in einer Mail an mich am 23.05.2002)

Download daher leider nicht von ihm freigegben!

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Chronik (Dokument v. Max-Peter):

"C h r o n i k
zum
Wappen des Geschlechtes.

S a ll m a n n

Aus Scheiblers (1) Wappenbuch Band II (2) Tafel 94.

Die Sallmann sind eine sehr alte Familie und stammen nach Angaben des Heraldikers Max von Asten ursprünglich aus einem angesehenen Bürgergeschlechtes aus Sachsen, wo dieselben schon im 16. Jahrhunderts angesessen waren.  Dieses Wappen erhielt die Familie im Jahre 1560 verliehen. Adolf Sallmann war Ratsherr zu Dresden im Jahre 1540. Ein Dr. Sallmann war in Berlin als Rechtsanwalt angesessen. Vom 16. bis 17. Jahrhundert verzweigte sich das Geschlecht auch an ändere Länder und kamen Linien nach Österreich und Boehmen eingewandert. Anton Robert Sallmann war Kapuziener-Quardian zu Falkenau und Theodor Sallmann war Bürgermeister zu Rumburg. Die Sallmann blühen heute noch in bürgerlicher Linie in verschiedenen Ländern weiter.

...zu den unterschiedlichen Wappen der Familie bitte hier klicken

 

Ortsnamen:
Es gibt einen Ort und zwar der nördlichste westlich von Eisennach (Deutschland) der heisst Sallmannshausen (ca. 178 Einwohner) Bild 01 und Bild 02 und liegt an der Werra.
Aus mündlicher Überlieferung eines Sallmanns aus der Fuldaer Gegend, ist mir erzählt worden, dass Sallmannshausen ursprünglich von einem Sallmann gegründet worden ist. Es soll sogar eine Büste dieses Mannes in dem Dorf gestanden haben. Als aber nach dem 2. Weltkrieg der Ort der ehemaligen DDR zufiel, wurde die Büste abgebaut, damit keine kapitalistische Erinnerung mehr vorhanden ist. - mittlwerweile glaube ich aber, dass diese Information nur ein Gerücht ist.

Die Herkunft des Namens von Sallmannshausen erscheint mir in dem Aufsatz Zur Geschichte der Werrabrücke bei Sallmannshausen glaubhafter dargestellt - ebenso wird es nicht im Kirchenblatt aus Sallmannshausen erwähnt, dass ich auf der Rückreise von dem 2. Sallmann-Treffen bei einem Abstecher nach Sallmannshausen in die Hand bekam.
Bild 02 wurde 1989 von Prof. Klaus G. Sallmann (Aachener Stammbaum) aufgenommen. Es soll die sallmannische Mahlmühle zeigen, was wohl ebenso ein Gerücht ist.

Weitere Sallmanns-orte/-dörfer/-stadtteile:

  • - Salmannskirchen bei Mühldorf am Inn
  • - Salmannsbichl
  • - Salmannsberg bei Landshut
  • - Salmannsberg bei Unterglaubheim
  • - Salmannsdorf bei Wien.
  • - Salmann(s) mit einem “l” 70 Orte in Oberbayern und Österreich

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Das Sallmann Haus in Kreuzlingen/Schweiz (die orig. Webseite ist leider nicht mehr vorhanden)

Haus Sallmann

Hauptstrasse 74
Kreuzlingen
 

Information
Kantonale Denkmalpflege
Ringstrasse 16
CH-8500 Frauenfeld
Tel.: 052 724 19 22
Fax: 052 724 19 29

Zur Großansicht...

“Beschreibung
Seit kurzem erstrahlt das Sallmannsche Haus in alter Würde. Das übereck gestellte Türmchen erhielt einen neuen Schindelschirm und eine neue Farbe. Es thront nun dunkelrot auf dem Mansarddach. Im Louis-XVI-Stil herrscht das Haus über die Umgebung, nicht zu unrecht, da der gesamte Dreispitz mit Festwiese einst zu seinem Weingut gehoerten. Auffallend ist das reich verzierte Portal in der Mittelachse der Strassenfront, wie auch das repräsentative von Vasen gekroente Gartenportal. Beides gestaltete der berühmte Konstanzer Bildhauer Lukas Ahorn d. J., welcher das Loewendenkmal in Luzern ausführte. Ein Kettengeländer grenzt den Vorgarten von der Strasse ab. Hinter dem Haus
lädt ein Hof mit Brunnen zum Verweilen ein. Im Innern des Hauptgebäudes ist die gemalte Supraporta im zweiten Stock zu erwähnen. Sie zeigt eine Kreuzlinger Ansicht vom Konstanzer Hafen her, in welchem die Weinfässer des Gutes jeweils eingeschifft wurden. Der westlich vom Vorderbau gelegene Fachwerkbau wurde wahrscheinlich um 1748 durch Amy Somontay errichtet.
Im Jahre 1766 gelangte das Haus in den Besitz seines Sohnes Amy Somontay-Schäri, der Weinbau und Weinhandel betrieb. Dieser kam zu grossem Vermoegen und erbaute zusätzliche Ökonomiegebäude, die sich etwa bei der heutigen Bushaltestelle Bärenplatz befanden. Im Jahre 1815/16 verband Ulrich Bächler, Besitzer seit 1802, das Fachwerkgebäude mit einem bestehenden Vorderhaus. Somit entstand der heutige Gebäudekomplex des Sallmannschen Hauses im Louis-XVI-Stil. Der Besitz ging 1835 an die Familie Vogler über, unter welcher ca. 1858 der Weinhandel eingestellt wurde. Die Strasse zwischen dem Gasthof Loewen und dem Sallmannschen Haus wies bis 1869 eine grosse Steigung auf, die aber nach und nach abgegraben wurde. Ursprünglich war das Strassenniveau beim Sallmannschen Haus einst einen Meter hoeher, so dass die Freitreppe direkt auf die Strasse führte.
1924 kam das Haus in den Besitz der Familie Sallmann. Der Weinbau wurde aufgegeben und der Landbesitz an die Gemeinde Kreuzlingen, Schulgemeinde und Kirche verkauft. Heute gehoert das Sallmannsche Haus der Stadt Kreuzlingen und beherbergt unter anderem das Grundbuchamt und die Stadtgärtnerei.”

Das Sallmann-Haus gehoerte u.a. Johann Joseph (Jean) Sallmann aus dem Amriswiler Familienstammbaum. Mehr zu den historischen Hintergründen hier:

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Anderes, was trotz der Namensgleichheit nichts mit uns zu tun hat:

Der Sallmann's Hof
(Die Antwort des Heimatvereins Wolframs-Eschenbach e.V. vom 19.06 1988, die Claus S. erhielt, nachdem er dort bei einem Ausflug  auf den "Sallmannshof" stieß.)

" Der Ortsname " Sallmannshof" leitet sich von dem Personennamen Salman ab (Zum Dorfe eines Salman). Dieser Personenname kann sowohl zum Personennamen-Stamm "Salwa"- (zu germ. Salwa = dunkelfarbig) als auch Personennamen-Stamm "sala" = Saal, Halle gehoeren.
Der Familienname Salman ist nicht der Ursprung des Ortsnamens, da dieser verhältnismäßig spät belegt ist. Als Ursprungsgrund namensgebend ist lediglich der Personenname "Salman".

Früher hieß der Ort "Salmansdorf" und umfaßte zeitweise mehrere Mühlen und einen Hof bzw. zwei Halbhoefe. Im 16. Jhrd. begann sich langsam die Bezeichnung "Salmannshof" einzubürgern, zuerst nurmehr für den eigentlichen Hof, später auch für die beiden Mühlen (Utzen- und Boelleins-Mühle).
Urkundlich läßt sich auf diesem Hof oder dem heutigen Weiler nie ein Sallmann feststellen. Jedoch reichen die Urkunden nur bis ins 14. Jhrd. (1331) zurück. Danach ist auf diesem Hof auch kein Besitzer gleichen Namens feststellbar (1343, H. Wirsing, H. Nagel und ein Haintz Mayer i. Salmanstorf Besitzer)
Auch in den sonstigen Zins-Steuer oder anderen Archivalien läßt sich beim sporadischen Durchsehen kein solcher Name in Eschenbach oder dem Amt Eschenbach entdecken.
Auch in den Kirchenbüchern von Eschenbach, die in der Gegend erst nach dem 30 - jährigen Krieg beginnen, ist ein solcher Name nicht vorhanden.
Der Weiler Sallmannshof bzw. Salmanstorf gehoerte jedoch zur Pfarrei Mitteleschenbach. Jedoch auch dort dürften sich keine Hinweise finden lassen."

 

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