von Sallmann

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Ich freue mich sehr, dass mir Ingrid Jaschke, eine geborenen v. Sallmann, im September 2002 eine Farbkopie der Adelsurkunde Ihres Großvaters in den Adelstand zugeschickt hat. Seit 1917 darf die Familie den Adelstitel führen. Sie selbst führt die Tradition der Ahnenforschung der Familie “von Sallmann” in Österreich fort.

Die Urkunde und rechts daneben eine Zeile für Zeile lesbare Version.

Ein Alfred von Sallmann wird auf der österreichischen Internetseite für Edelleute geführt.

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WIR

Karl
der Erste,

von Gottes Gnaden
Kaiser von Oesterrreich;

Apostolischer
Koenig von Ungarn,

dieses Namens der Vierte,

Koenig von Boehmen, von Dalmatien, Kroatien Slawonien, Galizien, Lodomerien, und Illyrien; Erzherzog  von  Oesterrreich;  Großherzog von Krakau, Herzog von  Lothringen, Salzburg, Steier, Kärnten, Krain, Bukowina, Ober-  und  Niederschlesien;  Großfürst von Siebenbürgen, Markgraf von Mähren; gefürsteter Graf von Habsburg und Tirol u.s.w.

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Haben Uns in Unserer kaiserlichen und koeniglichen Machtvollkommenheit    bewogen    befunden,    mit    unserer
               Entschließung vom 12. Oktober 1917

Unseren lieben und getreuen
Paul Sallmann
geboren im Jahre 1870 zu Ölmütz in Mähren,
Oberleutnant des Feldkanonierregiments NRO 28,

Ritter unseres oesterreichisch kaiserlichen Ordens  der  Eisernen  Krone  dritter Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern, Besitzer des Militärverdienst- kreuzes dritter Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern, des Militärver- dienstkreuz dritter Klasse, der silbernen und der bronzenen Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes mit den Schwertern, des Militärdienstzeichens dritter Klasse für Offiziere, der Jubiläumserinnerungsmedaille für die bewaffnete Macht  und des Militärjubiläumskreuzes, welcher seit seinem im Jahre 1887 erfolgten  Eintritt  in  die  Reihen  Unserer  Armee  unter  stufenweiser  Vor- rückung in den Chargen durch mehr als 30 Jahre stets tadellos gedient,
            Sowie vor dem Feinde seine Tapferkeit erprobt hat,

den oesterreichischen
Adelstand
zu verleihen.

Außerdem bewilligen Wir demselben über sein Ansuchen
die Führung des Ehrenwortes "Edler".
Wir gestatten sonach, daß
Paul
Edler von Sallmann

sowie seine ehelichen Nachkommen

sich der nach dem Gesetze mit dem Adelstand verbundenen Rechte erfreuen und insbesonders sich des nachstehend beschriebene Wappens bedienen dürfen, als:

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Ein blauer Schild, quer durchzogen von einem gewellten silbernen Balken, der mit zwei verschränkten Schwertern überlegt ist; ober und unter der Kreuzungsstelle der Schwerer erscheint je eine silberne Lilie.
 Auf  dem  Hauptrande  des  Schildes  ruht  ein  offener  gekroenter

Turnierhelm, den beiderseits blaue und mit Silber unterlegte Decken umwallen. Die Helmkrone trägt drei Straußfedern, eine silberne
zwischen blauen.

Zur Beurkundung dessen haben Wir gegenwärtiges Diplom
mit Unserem kaiserlichem Namen eigenhändig unterzeichnet
und Unser kaiserliches Majestät-Siegel beifügen lassen.

 

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Gegeben und ausgefertigt
mittels Unseres lieben und getreuen wirklichen Geheimen Rates
und Kämmerers Ministers des Inneren
Friedrich Grafen von Toggenburg
Großkreuz Unseres kaiserlichen oesterreichischen Franz Joseph-Ordens mit der Kriegsdekoration, Besitzer des Kriegskreuzes für Zivilverdienste erster Klasse, der bronzenen Militärverdienstmedaille am Bande des Militärverdienstkreuzes u.s.w.
in Unserer Reichs-Haupt und Residenzstadt
Wien
am achtzehnten Jänner des Jahres Eintausend
Neunhundert und achtzehn.

       Karl

Der Minister des Innern:

      Friedrich Graf von Toggenburg

Nach Seiner kaiserlichen und koeniglichen Apotolischen
Majestät hoechsteigenem Befehle:

Felin Freiherr v. Wiedersberg

k.k Ministerialrat

Das Reich zerfällt

Franz Josephs Großneffe Karl war ab 1914 Thronfolger von Österreich-Ungarn. 1916, als Kaiser Franz Joseph mitten im Weltkrieg starb, wurde er der letzte Habsburger Herrscher. Die meisten Historiker würdigen sein ehrliches Streben nach Frieden, doch er musste durchhalten bis zur militärischen Niederlage seines Landes. Längst war Österreich-Ungarn in die Defensive geraten. 1918 ließ sich das vom Weltkrieg gebeutelte Reich nicht mehr zusammenhalten. Am 28. Oktober wird in Prag die erste Tschechoslowakische Republik ausgerufen, einen Tag später die “Republik der Serben, Kroaten und Slowenen”. Am 31. Oktober löste sich Ungarn von der Monarchie.

Karl erklärt sich am 11. November 1918 bereit, sich aus den Regierungsgeschäften zurückzuziehen, am 12. November beschließt die formelle Nationalversammlung, dass Österreich künftig republikanisch regiert wird.

Umstrittene Seligsprechung
Weil sich Karl aber weigerte, für sich und seine Familie einen Thronverzicht zu formulieren, musste er 1919 ins Schweizer Exil. Dort fasste er den Plan über eine Rückkehr nach Ungarn, wo er 1921 zwei Restaurationsversuche unternahm. Er scheiterte jedoch und wurde von den im Weltkrieg siegreichen Westmächten nach Madeira verbannt, wo er 1922 starb.
Die katholische Kirche hat ihn 2004 selig gesprochen. Weil angeblich eine Nonne in Brasilien nach Anrufung des gescheiterten Monarchen wieder gesundete. Der umstrittene und mittlerweile geschasste St. Pöltener Bischof Kurt Krenn hat sich für die Seligsprechung des letzten Kaisers eingesetzt - ein in Österreich durchaus umstrittener Vorgang.

Heute rechnen Boulevardpresse und Illustrierten die Habsburger mit ihren weit verzweigten Familien zum europäischen Hochadel. Über Hochzeiten der Familie wird berichtet, und es werden Fotos gezeigt, wenn die Damen des Hauses schicke Kleider ausführen. Karls Sohn Otto verzichtete erst 1961 offiziell auf alle Herrschaftsansprüche in Österreich. Der mittlerweile über 95 Jahre alte Otto von Habsburg ist der prominenteste noch lebende Habsburger: Geboren 1912 in Niederösterreich galt er bis zum Zusammenbruch der Monarchie 1918 als Kronprinz. Doch auch nach dem Ersten Weltkrieg erzog ihn seine Mutter im Exil so, als müsste er bald einen Kaiserthron besteigen: Er erlernte alle Sprachen des ehemaligen K.u.K.- Reiches und seine Stundenpläne waren nach altösterreichischem und altungarischem Vorbild gestaltet.

(Auszug aus Focus Online Oktober 2008)

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